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Der gute Mensch

Nach Kant

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Immanuel Kant

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Anhang 1

Der Mensch als Wesen beider Welten

Kant teilt die Welt in zwei Teile ein: In den von uns erfahrbare, welchen wir in Raum und Zeit wahrnehmen können und den nicht erfahrbaren Rest, die intelligible Welt. Die erfahrbare Welt ist der Gegenstand von Naturwissenschaftlichen Untersuchungen. Alles intelligible kann nicht naturwissenschaftlich begründet werden.

Trotzdem können wir Aussagen (wenn auch nicht viele) machen über die intelligible Welt. Dies Aussagen sind freilich nicht beweisbar geschweige denn wahrnehmbar, doch drängt ihre Logik und ihre Widerspruchsfreiheit sich dermassen auf, dass sie Kant als Tatsachen anerkennt. Wir müssen beinahe davon ausgehen.

Der Mensch kann sich selber als vernünftiges Wesen betrachten, das heisst ein Teil der intelligiblen Welt. Tut er dies nicht - was ihm natürlich niemand befehlen kann - so würde ihn nichts vom triebgesteuerten Tier unterscheiden. Der Mensch nimmt so eine Mittelposition zwischen einem rein intelligiblen Wesen (Gott) und den reinen Naturwesen (Tiere) ein.

Der für die "Kritik der praktischen Vernunft" wichtigere Punkt ist die Freiheit. Diese setzt voraus, das der Mensch sich auch ausserhalb der Natur denken kann. Der Mensch muss sich eingestehen, dass er jede Handlung auch unterlassen könnte und er somit frei ist. Kant erkannte, dass diese nicht erfahrbare Freiheit als Gegenstand der intelligiblen Welt, eine grosse Rolle in unserem Leben spielt. Wir können sie nur denken, aber jedermann akzeptiert sie als eine mögliche Eigenschaft seiner selbst.

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Florian Fisch (ff) April 2001, auf www.yetnet.ch/dergutemensch