|
Autor: ff 
Druckversion 
Übersichtskarte
Grundfrage
Anleitung
Voraussetzungen
Version 1
Version 2
Fazit
Anhang 1
Anhang 2
Diskussion
Links
Webmaster
|
Unterscheidbarkeit
Beispiel: Die Grenze zwischen der Förderung der eigenen
Glückseligkeit und der Moral ist sehr scharf
Fall 1:
Jemand legt ein falsches Zeugnis ab, damit er nachher eine beträchtliche
Summe Schmiergeld erhält. Diese Person freut sich und erzählt dir,
wie viele Vorteile sie dadurch errungen hat und wie glücklich sie jetzt
ist. Dagegen hast du gar nichts einzuwenden, denn du siehst dabei nichts Schlimmes
und du würdest sogar das gleiche tun.
Wenn aber diese Person behauptet, eine wahre Menschenpflicht ausgeübt zu
haben, so würdest du ihr ins Gesicht lachen oder diese Person verabscheuen.
Fall 2:
Ein Freund empfiehlt dir als Besitzer eines Unternehmens einen Buchhalter.
Um ihn anzupreisen, erwähnt er seine Klugheit, die sich darin zeigt, dass
er seinen Vorteil meisterhaft auszunützen versteht. Dabei lässt er
sich keine Gelegenheit entgehen.
Um seinen guten Charakter zu betonen, erwähnt er, wie wohltätig der
Buchhalter allen guten Organisationen etwas spendet. Um an das Geld zu kommen,
liesse er keine Situation aus, die ihm zu diesem verhelfe, ohne dass er entdeckt
würde.
Du würdest sicher glauben, dieser Freund mache sich einen Spass oder habe
den Verstand verloren.
Diese Beispiele zeigen, wie klar die Grenze zwischen
Moral und der eigenen Glückseligkeit ist. Sehr
schnell erkennt jeder ohne scharf nachdenken zu müssen, ob sich
die Person an das moralische Gesetz hält oder ob sie nur die eigene Glückseligkeit
im Auge hat.
zurück
Florian Fisch
(ff) April 2001, auf www.yetnet.ch/dergutemensch
|