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Der gute Mensch

Nach Kant

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Immanuel Kant

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Version 2

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Anhang 1

Anhang 2


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Unterscheidbarkeit

Beispiel: Die Grenze zwischen der Förderung der eigenen Glückseligkeit und der Moral ist sehr scharf

Fall 1:
Jemand legt ein falsches Zeugnis ab, damit er nachher eine beträchtliche Summe Schmiergeld erhält. Diese Person freut sich und erzählt dir, wie viele Vorteile sie dadurch errungen hat und wie glücklich sie jetzt ist. Dagegen hast du gar nichts einzuwenden, denn du siehst dabei nichts Schlimmes und du würdest sogar das gleiche tun.
Wenn aber diese Person behauptet, eine wahre Menschenpflicht ausgeübt zu haben, so würdest du ihr ins Gesicht lachen oder diese Person verabscheuen.

Fall 2:
Ein Freund empfiehlt dir als Besitzer eines Unternehmens einen Buchhalter.
Um ihn anzupreisen, erwähnt er seine Klugheit, die sich darin zeigt, dass er seinen Vorteil meisterhaft auszunützen versteht. Dabei lässt er sich keine Gelegenheit entgehen.
Um seinen guten Charakter zu betonen, erwähnt er, wie wohltätig der Buchhalter allen guten Organisationen etwas spendet. Um an das Geld zu kommen, liesse er keine Situation aus, die ihm zu diesem verhelfe, ohne dass er entdeckt würde.
Du würdest sicher glauben, dieser Freund mache sich einen Spass oder habe den Verstand verloren.

Diese Beispiele zeigen, wie klar die Grenze zwischen Moral und der eigenen Glückseligkeit ist. Sehr schnell erkennt jeder ohne scharf nachdenken zu müssen, ob sich die Person an das moralische Gesetz hält oder ob sie nur die eigene Glückseligkeit im Auge hat.

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Florian Fisch (ff) April 2001, auf www.yetnet.ch/dergutemensch