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Der gute MenschNach Kant |
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Reinheit des moralischen GesetzesBeispiel: Die Lust im praktischen Prinzip zerstört das moralische Gesetz, ein Vergleich mit der MathematikOhne es genau zu betrachten, könntest du behaupten: "Wenn ich Lust dazu habe Armen zu helfen, handle ich nach einem moralischen Gesetz." Dies ist nicht korrekt, denn du empfindest dabei Lust. Vielleicht hast du mehr Lust mit dem Geld ins Kino zu gehen, anstatt es den Armen zu geben. Beides ist Lust, auch wenn du für das eine mehr Lust hast. Du hast sicherlich mehr Lust das Geld den Armen zu geben, als es auf den Müll zu werfen. Wenn es ein moralisches Gesetz wäre, könntest du keine Abstufungen machen. Ein Gesetz kann nicht mehr oder weniger Gesetz sein. Entweder es ist eines oder es ist Maxime. Halbe Gesetze gibt es nicht. Du kannst dies mit der Mathematik vergleichen. Mathematik ist nur Mathematik wenn sie rein ist. Man darf etwas nur mit schon Bewiesenem beweisen. Ein Beweis kann nicht auf einer blossen Annahme aufbauen, auch wenn diese noch so klein ist. Es gibt eine Formel um Primzahlen zu finden. Sie ist allerdings nicht bewiesen. Man hat herausgefunden, dass sie bis zur einer sehr grossen Zahl immer Primzahlen ergeben hat, aber dies genügt nicht. Es muss schlüssig bewiesen werden, dass wirklich alle Lösungen Primzahlen sind, sonst ist es kein mathematischer Beweis, sondern eine Annahme aus Erfahrung. Das kleinste bisschen Erfahrung zerstört den mathematischen Beweis. Die geringste Lust zerstört das moralische Gesetz. Vielleicht kommt das gleiche Resultat oder die gleiche Handlung dabei heraus, aber das können wir nicht beurteilen. Darum müssen wir uns streng an das moralische Gesetz halten. Florian Fisch (ff) April 2001, auf www.yetnet.ch/dergutemensch |